In der vergangenen Woche versuchte ich mich einerseits an einigen neuen veganen Produkten aus dem Biomarkt und auch aus den "normalen" Lebensmittelgeschäften, kochte erstmals fleißig vegane Gerichte (ich bin leider ein ziemlicher Koch-Muffel. Aber das soll sich ändern.), erlebte den veganen Alltag mit all seinen "Anfangswehwehchen" und ackerte meinen Trainingsplan ab.
Eine Bilanz:
Das Kochen verlief überraschend gut! Ich bin wirklich begeistert. :D
Da ich zuvor nur selten ordentlich kochte, war die Umstellung auf vegan absolut kein Problem und ich hatte eigentlich auch viel Spaß herumzuprobieren. Somit war das Projekt Vegan in meinen eigenen vier Wänden bereits sehr erfolgreich, da ich in den letzten 2 Wochen durchweg gesund und ausgewogen aß und auch viele Lebensmittel, die ich sonst total vernachlässigte, in meinen Speiseplan einbauen konnte. Demnach fühle ich mich nun auch ungeahnt vital und gesund.
Hier ein paar Impressionen von meinen noch dilettantischen Versuchen:
| Die klassische Linsensuppe. Überraschend war, dass sogar das Rezept von meinen Eltern gänzlich tierleidfrei auskommt. Juhu! |
| Deutsche Hausmannskost veganisiert: Sauerkraut mit gebratenen Kräuter-Champignons (mit Petersilie garniert) und Kartoffelpüree (mit Mandelmilch - total genial!) |
| Visuell nicht ganz so schön, weil zu viel Zimt: die Apfeljoghurt-Zimt-Sonne. ;) |
Wie man eindeutig sieht, handelt es sich hierbei um Anfängerversuche, aber ich bin trotzdem ein bisschen stolz auf mich. :>
Nun kommen wir zu den neuen Produkten, die ich beim Kochen ausprobiert habe.
Jeder Veganer kennt sicher die ewige "Milchfrage" oder die "Sahnefrage". Glücklicherweise gibt es mittlerweile unzählige Alternativen, von Reismilch über Sojamilch zu Hafer-, Mandel-, Sojaschoko- und Sojavanillemilch. Dabei sollte man wirklich einige ausprobieren, da diese geschmacklich sehr verschieden sind. Ich persönlich kannte bis vor einigen Monaten nämlich nur den "Reisdrink", den ich absolut abscheulich finde. Die Alternativen von Alpro Soya kann ich allerdings nur wärmstens empfehlen. (*klick*) Insbesondere möchte ich anmerken, dass Sojamilch für mich nicht einmal originalgetreu wie Milch schmecken muss, da diese beinahe unangenehm dickflüssig ist und so weiter. Die Milch von Alpro vereint sozusagen alle positiven Seiten und schmeckt sehr neutral und kommt ohne die dickflüssige Seite von Kuhmilch aus. Alpro Soya hat es übrigens jetzt auch schon in die Regale vieler bekannter Lebensmittelketten geschafft, unter anderem REWE.
Absoluter Hit ist für mich aber die Mandelmilch von Provamel (*klick*), die zwar mit einem stolzen Preis aufwarten kann, aber geschmacklich einfach unschlagbar ist. Da die Mandelmilch mit Agavendicksaft gesüß t ist, passt die Mandelmilch super zum morgendlichen Müsli o.Ä..
Auch vegane Sahne habe ich bereits ausprobiert und kann wieder einmal Alpro Soya anführen: *klick*
Als nicht besonders gut empfand ich die CreSoy von Natumi, aber das kann auch an der Verwendung gelegen haben - ich probier sie mal in anderem Kontext noch mal aus.
Da die Uni letzte Woche wieder begonnen hat, hatte ich auch nicht immer Zeit um ausgiebig zu kochen und aß des öfteren auch auswärts. In unserer Mensa gibt es tolle vegane Angebote, das war kein Problem. Auchsuper war der Besuch im Leipziger "Curry&Co", die sehr leckere vegane Currywürste und Suppen anbieten, sehr gut war auch die vegane Mayonaise.
Preislich gesehen liegt das Curry&Co auch völlig im Rahmen. Die Mahlzeit dort war natürlich eine ziemliche Kalorienbombe, aber sooooo nomnomnom! :-)
*klick*
Neben den kulinarischen Gebieten war die Umstellung auch sonst nicht besonders schwer. Die ersten zwei Tage hatte ich starke Kopfschmerzen, ich bezweifle aber, dass dies mit dem veganen Essen zusammenhing - eher damit, dass ich es mit dem Sport übertrieb.
Noch habe ich mich nicht getraut, allen meinen Freunden und Bekannten von meinem neuen Weg zu erzählen, da ich auch schon mit dem jahrelangen Vegetarismus (immer noch!) an viele Ecken und Kanten gestoß en bin. Auch meine Eltern wissen noch nichts. Aber ich sage mir oft, dass ich meine Essgewohnheiten einfach nicht jedem auf die Nase binden muss. (Auß er wenn ich gerade einen neuen Blog erstellt habe ;D) Unvermeidbar war es einmal in der Uni bei einem gemeinsamen Frühstück. Die Information wurde auch mit dem zu erwartendem Stirnrunzeln und Naserümpfen aufgefasst. Aber da muss man einfach drüber stehen. Punkt.
Ich muss aber auch zugeben, dass ich zwei mal "schwach" geworden bin während den letzten Tagen. Allerdings nur bei Kleinigkeiten. Ich mache mich nicht verrückt deswegen, striktes Verbieten bewirkt bei mir eher das Gegenteil. "Von einem auf den anderen Tag" hat zwar sehr gut funktioniert, als ich Vegetarierin wurde, aber diesmal geht's eben schrittweise. Passt schon. :)
In Sachen Sport bin ich auch sehr zufrieden, weil ich durchweg fleiß ig war und gestern auch zusätzlich noch schwimmen war mit meinem lieben E. :-* Leider habe ich wahrscheinlich durch das Training und die "ungewohnt" viele Bewegung ein Problem mit meinem rechten Fuß : Schmerzen bei jedem Schritt. Das gleiche Phänomen hatte ich schoneinmal vor ein paar Jahren und den Fuß zu schonen hat bisher auch nichts gebracht. Womöglich mache ich beim Joggen einfach etwas falsch, aber ich wüsste nicht was. Wenn die Schmerzen (nehme an das kommt von den Bändern..) in ein paar Tagen nicht verschwunden sind, kontaktiere ich wohl oder übel mal einen Arzt. Will mir von sowas jetzt nicht das Training versauen lassen!
Das war der Mega-Eintrag von heute, bald kommt neues von der Anfängerveganerfront. :)
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