Wie angekündigt mal wieder ein Futter-Post: Erfahrung mit veganem Kochen und veganen Produkten im Alltag.
In letzter Zeit ist der Student mal wieder arg im Prüfungsstress. Dafür ist nicht mal ein aktives Lernen notwendig - allein der Gedanke versetzt schon ausreichend in Stress und Zeitdruck und "Ich müsste ja eigentlich..." lässt fortwährend gehetzt wirken. :)
Demnach war ich in letzter Zeit sehr häufig in der Mensa oder auswärts "dinnieren", aber ein bisschen kam dann doch in der Küche zustande.
Mein Werkeln in der heimischen Küche steht unter dem Motto "So schnell wie möglich, lecker, vegan, einigermaßen gesund".
Die Gesellschaft hat vom Veganer ein erschreckend einheitliches Bild: blass und heruntergehungert, verbringt Stunden in der Küche und isst dann doch irgendwie "nichts echtes", ist Gesundheitsfanatiker und Moralapostel, laut neusten "Errungenschaften" des Journalismus sogar mit Taliban gleichzusetzen.
Dabei stehen sehr viele Veganer, vor allem in Studentenkreisen, unter dem Zeichen des Begriffs "Pudding-Veganer" - es wird also unausgewogen, einseitig und recht ungesund (viele Fertiggerichte usw) gegessen.
Dem versuche ich zu entgehen, aber manchmal ist mir "schnell" doch wichtiger als "gesund" und es darf auch mal Spaghetti mit Tomatensoße sein. Und ein Hauptgericht ohne Kohlenhydrate kommt auch viel zu selten auf den Tisch.
| Chili Con Soja. :) Zubereitungszeit: ca. eine Stunde. |
| Vollkornreis mit einer Mixsauce aus verschiedenem Gemüse, Champignons und Erdnusstofu. Zubereitungszeit: ca. 45min. |
Ja... wie man sieht, alles sehr einfache und leider auch kohlenhydratreiche Mahlzeiten. Trotzdem scheint es mir ja nicht unbedingt geschadet zu haben, da ich heute morgen die Schwelle zur 12kg-Abnahme geknackt habe. Da war ich schon ein bisschen stolz, vor allem da ich zugegebenermaßen in den letzten zwei Wochen weniger Sport gemacht hab, um mich besser auf die Prüfungen vorbereiten zu können. :D Aber am 23.7. ist der Stress vorbei und ich kann wieder in Ruhe sporteln.
Mir ist in den letzten Wochen immer mehr bewusst geworden, wie viel eigentlich unbewusst und unbemerkt verzehrt wird. Nur ein geringer Prozentansatz der Bevölkerung macht sich überhaupt Gedanken darum, was in Lebensmittel und Produkte (egal ob Fertigmist, Gerichte im Restaurant/Frittenbude oder im Lebensmittelgeschäft) reingepanscht und gepumpt wird. Vielen ist es dennoch egal. Sobald man sich mehr damit beschäftigt, fällt auf, wie viel unnötiger Mist mitgegessen wird. Ich frage mich vor allem, was zur Hölle Milchzucker und Molkeerzeugnisse in vielen Produkten zu suchen hat, die auch einfach vegan sein könnten - es würde niemandem auffallen. Wer besteht schon auf seine tierischen Zusätze, die man weder sieht noch schmeckt, zum Beispiel in sowieso schon laktosefreier Milch (das fand ich wirklich sinnlos) oder Gewürzmischungen oder Tassensuppen? Man mag sich darüber streiten, inwiefern man fertige Produkte überhaupt "genießen" sollte, aber trotzdem: die tierischen Erzeugnisse sind schlicht unnötig in vielen Bereichen und werden trotzdem, wie mir scheint, rein aus Prinzip reingematscht.
So, das war's wieder für heute, mein Unizeugs wartet schon auf mich :\